Digitale Vermögensverwaltung
Die digitale Vermögensverwaltung stammt, wie könnte es anders sein, aus den USA und wurde im Jahre 2009 eingeführt. Auch in Deutschland wurden die Vorteile erkannt und haben seit einiger Zeit einen höheren Stellenwert. Viele unterschiedliche digitale Vermögensverwaltungen erlauben ein völlig automatisiertes, passives Investment. Die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen. Genial einfach, übersichtlich mit viel Raum für Flexibilität und einfacher Zugang sind richtungsweisend. In Deutschland steht die digitale Vermögensverwaltung noch in den Anfängen, Fachleute sind sich jedoch sicher, dass dieser Trend eine große Zukunft haben wird.
Verschiedene Konzepte
Was alles unter dem Oberbegriff digitale Vermögensverwaltung verstanden wird, ist eine Sache der Definition. Sicherlich einzuordnen sind die Verwaltung von Aktiendepots und Fonds. Auch Suchmaschinen, die das ETF-Angebot durchforsten und nach vorgegebenen Kriterien bewerten sind eingebunden. Man könnte auch sagen, das Portfoliomanagement ist komplett automatisiert, so dass sich passiv ausgerichtete Investmentstrategien verfolgen lassen. Ganz wichtig für das Portfolio ist das rechnergestützte automatisierte Rebalancing.
Auf die Innovation kommt es an
Mit der Einführung von ETF konnten neue Wege beschritten werden. Diese Produkte erlaubten es, überschaubare aber auch kostengünstige Möglichkeiten zu schaffen, indexgebunden an ganzen Märkten zu profitieren. Das ETF-Angebot wurde immer größer, es ist noch einfacher und noch günstiger geworden Investments zu diversifizieren. Die Empfehlungen wurden Algorithmen entnommen, somit war der Weg frei, Tools mit enormer Leistungsfähigkeit zur Portfolio-Verwaltung zu entwickeln.
Die Marktbedingungen sind nicht mehr die gleichen
Die Marktstrukturen verändern sich dauernd, somit auch die Nachfragen interessierter Personen an einer digitalen Vermögensverwaltung. Das persönliche Gespräch am Bankschalter wird besonders bei der jungen Generation kaum noch gesucht. Laut Umfragen beziehen zwischenzeitlich über 60% der jungen Kundschaft ihre Finanzprodukte online über das Internet. Lediglich noch etwa ein Drittel der Kundschaft bevorzugt ein persönliches Gespräch am Schalter. Die Möglichkeiten der ETFs lassen die Gebühren und anstehende Provisionen sinken. Besonders in England waren die geforderten Provisionen überdurchschnittlich hoch und mussten gesetzlich in die Schranken gewiesen werden. Das digitale Zeitalter hilft dabei, Personal und weitere Nebenkosten wie teure Mieten für Filialen zu senken und die jeweilige Institution hat damit natürlich einen finanziellen Marktvorteil.
Die Vorteile liegen definitiv in der Effizienz
Die gesamte Kommunikation wird ausschliesslich übers Internet getätigt. Keine Empfangsdame, kein Verwaltungspalast, keine Kundenparkplätze. Viele Abläufe sind automatisiert, es braucht nur noch wenige Mitarbeiter einen guten Service bieten zu können. Diese Kosteneinsparungen werden teilweise auch den Kunden weitergegeben. So können auch Anleger mit kleinen Beträgen die guten Leistungen in Anspruch nehmen, die vormals Großinvestoren vorbehalten waren, dabei ist der Aufwand immer gleich groß, egal wie hoch der einzelne Betrag auch ist.
Aus den USA übernommen
Die USA bestreiten oftmals eine Vorreiterrolle. Ob alles gut ist was aus Amerika stammt, darüber muss im Einzelfall entschieden werden. Die digitale Vermögensverwaltung ist mit Sicherheit eine Bereicherung für das gesamte Bankwesen und hat ein riesiges Potential. Es werden in den USA schon heute riesige Summen in Milliardenhöhe digital verwaltet. So ist es sicherlich auch kein Zufall, dass sich der weltgrößte Vermögensverwalter, Black-Rock auch in der digitalen Vermögensverwaltung engagiert. Die digitale Vermögensverwaltung wird sich zu einer Win-Win Situation entwickeln. Kosten werden gesenkt, was dem Kunden wieder zu Gute kommen wird.