Ist die Deutsche Bank für die Konkurrenz interessant?
Selbst die Bundeskanzlerin sorgt sich inzwischen um die Deutsche Bank. Grund: diese hat einen niedrigen Marktwert und ist deshalb interessant für die Konkurrenz. JP Morgan ist eine bekannte US-Investmentbank, die angeblich bereits Interesse bekundet hat. Ebenso die Industrial and Commercial Bank of China.
Treffen zeigt Alarm an
Die Bundeskanzlerin hat sich mit Axel Weber getroffen, seineszeichens ehemaliger Bundesbankpräsident und UBS-Verwaltungsrastpräsident. Er soll von der Kanzlerin um eine Einschätzung der Lage gebeten worden sein, so berichtet die „WiWo“. Doch beide Seiten wollen der Presse gegenüber dazu nichts sagen.
Niedriger Marktwert
Die Deutsche Bank besitzt derzeit einen geringen Marktwert. Unter 20 Milliarden Euro liegt dieser momentan. Investmentbankern ist klar, dass dies für die Konkurrenz bedeutet, dass es hier etwas zu holen gibt. Der eventuelle Interessent (auch wenn dieser bislang bestreitet, eventuell einsteigen zu wollen) JP Morgan ist mit einem Wert von 300 Milliarden weit besser aufgestellt.
Frankfurt auf dem Vormarsch
Frankfurt ist dank Brexit neben Paris der zweitwichtigste Finanzplatz der EU. Und so wundert es nicht, dass das Interesse an dem Branchenprimus Deutschlands wächst. Dort sieht man nun Hinweise für den Einstieg strategischer Käufer darin, dass die Deutsche Bank 8% zugelegt hat, obwohl der Markt ringsum eher schwach dasteht.
Weitere Tipps vom Finanzfachmann
Wie es aus unbestätigten Kreisen verlautet, gab es bei dem Gespräch noch ein anderes Thema rund um Geld. Denn 2019 wird der aktuelle Präsident der EZB aus dem Amt gehen. Weber habe der Kanzlerin angetragen, Jens Weidmann (aktueller Präsident der Bundesbank) als Nachfolger einzusetzen. Ob der nächste Chef der EZB aus Deutschland kommt, war in der Vergangenheit schon öfter spekuliert worden.