Festgeldanlage | Festgeldzinsen im Vergleich |


von: admin | Kategorie(n): Allgemein

13. Mai 2014

Seit die Zinsen im Keller sind und sich dort auch auf absehbare Zeit nicht mehr wegbewegten, war Gold wieder zu einem beliebten Anlagemetall geworden. Doch nun ist der Kurs des Edelmetalls auch nicht mehr so, wie vor einiger Zeit, und deshalb haben Anleger ein neues Begehr: Diamanten

Nicht zuletzt die Ukraine-Krise sorgte dafür, dass die Märkte weiterhin nervös sind, und Gold, das immer wieder als Krisenwährung gilt, steht ebenfalls nicht mehr gut da. Zwar gab es zwischenzeitlich eine Erholung, doch insgesamt scheint der gute Weg des Goldes angekratzt.

Der Preis für Rohdiamanten hat sich dagegen seit den 60er Jahren verzehnfacht. 13 % Wertsteigerung zum Vorjahr sind ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Experten haben eine durchschnittliche Werterhöhung von über 5 % pro Jahr errechnet. Und auch mit weiteren Preissteigerungen wird gerechnet.

Das liegt nicht nur an der Beliebtheit der Diamanten, sondern auch daran, dass sie als knappe Ware gelten. China und Russland können steigende Nachfragen nach den funkelnden Steinen verzeichnen. Außerdem werden bisher vor allem die nicht so hochwertigen Steine dort verarbeitet. Man setzt aber in diesem Absatzländern immer mehr auf Qualität.

Die Diamantminen jedoch werden kaum mehr. Eher werden welche geschlossen. Denn die Suche wird immer komplizierter und die Ergebnisse magerer. Auch deshalb ist nicht sicher, ob man der steigenden Nachfrage gerecht werden kann. Vielmehr ist davon auszugehen, dass eben diese Steigerung über den Preis geregelt wird.

Wer den Diamanten nicht als Wertanlage möchte, sondern wegen seines Aussehens gern trägt, dem seien die synthetisch hergestellten Diamanten empfohlen. Wer kein Experte ist, kann sie von den echten nicht unterscheiden. Zudem kosten sie nur rund ein Drittel der „Echten“. Sie sind nur für Schmuckzwecke verwendbar. Die Industriezweige, die Diamanten benötigen, können damit nichts anfangen. Allerdings finden diejenigen Kunden, die gar nicht auf das Geld achten brauchen, diese Alternative auch nicht erwähnenswert.

Doch für Anleger haben die echten Diamanten Vorteile gegenüber den Edelmetallen wie Silber und Gold. Positiv bewertet wird, dass die Diamanten kein Masseninvestment sind, wie das beispielsweise bei Gold der Fall ist. Daher sind Engpässe nicht wahrscheinlich. Außerdem für viele ein Plus: geringe Masse für viel Geld. Tausende von Euro kann man sich problemlos um den Hals hängen oder in der Handtasche herumtragen. Die Steine sind ein mobiles Investment. Und der Wert gilt als beständig. Denn die hochwertigen Steine haben immer mehr Kaufinteressenten, aber werden nicht im inflationären Maße mehr. Daher gelten sie als stabile Alternative zum Gold.

Zwischen Kauf und Verkauf sollten allerdings für eine ordentliche Rendite mindestens fünf Jahre liegen. Das liegt unter anderem daran, dass beim Kauf die Mehrwertsteuer anfällt.

Vorsicht ist jedoch geboten, wenn es um den Kauf von Diamanten geht, da man sich hier unbedingt auf das Urteil eines Experten verlassen sollte. Denn der Preisunterschied ist riesig, wobei die Grundlage dieses Unterschiedes so klein sein kann, dass man ihn mit bloßem Auge nicht erkennt. Verunreinigte Diamanten mit einem Karat bekommt man für rund einen Euro, während ein lupenreines Exemplar gleicher Größe schon um die 10.000 Euro wert sein kann. Zudem sollte man auf das Zertifikat achten. Das Deutsche Diamantinstitut legt den Wert eines Steines fest und stellt dieses Zertifikat aus. Wer sich an der Börse tummeln will, kann Anteile von Diamantminen kaufen.

Bildquelle: Uta Herbert @pixelio.de