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Bargeldabhebung

von: Sandra | Kategorie(n): Allgemein

23. Januar 2018
Bargeldabhebung

Während in vielen anderen Ländern das bargeldlose Zahlen längst Usus geworden ist, tun sich die Deutschen damit traditionell schwer. Hierzulande sind Münzen und Scheine immer noch sehr beliebt und Zahlungsmittel Nummer 1. Doch jetzt scheint sich eine Trendwende abzuzeichnen.

Bargeldanteil so hoch wie nirgends sonst

Der sogenannte Bargeldanteil liegt in Deutschland bei über 20%. Länder wie Großbritannien und Belgien bringen es nur auf 11-15%, die Niederlande und Frankreich sogar nur auf 7%. Die Deutschen haben Erhebungen zufolge doppelt so viel Bargeld im Portemonnaie wie andere Europäer. Die Anonymität des Bargeldes scheint besonders geschätzt zu werden.

Als Grund dafür und für das Verhalten der Deutschen, wenn es um Investitionen geht, sehen Experten die Geschichte. Das ist auch nachvollziehbar, denn noch die Generation der Großeltern erlebte mit, wie Geld einfach über Nacht weg sein kann – Inflation und Kriege lehrten Sparsamkeit und vorsichtigen Umgang mit Geld.

Veränderung im Umgang zeichnet sich ab

Doch die heute jungen Erwachsenen und deren Eltern haben dies nicht selbst erlebt, und haben demzufolge einen etwas entspannteren Umgang mit Geld. Der Anteil der Barzahlungen sinkt demnach stetig ab. Außerdem zeichnet sich noch etwas anderes ab: der Teil an Auszahlungen am Automaten gegenüber dem am Bankschalter nimmt immer weiter zu. Der Bargeldanteil wird ebenfalls weiter sinken, und zwar auf ca. 15% in den nächsten 5 Jahren.

Geldautomaten werden gebraucht

Geldautomaten und Bargeld verlieren in nächster Zukunft aber nicht an Bedeutung. Die Banken unterhalten relativ viele Automaten – auf 1.000 Bundesbürger kommt mehr als Einer. Der Unterhalt eines solchen Automaten ist allerdings teuer – rund 10.000 Euro kostet jedes dieser Maschinchen die Bank pro Jahr. Eine Sparmaßnahme, die den Komfort der Bürger wenig einschränken soll, ist das Bargeldabheben an Tankstellen oder in Supermärkten. Doch es wird wenig genutzt: nur 1% des jährlichen Bedarfs an Bargeld wird hier gedeckt. Weit mehr Geldautomaten gibt es beispielsweise in Südkorea und Österreich, ein paar mehr als in Deutschland auch in Portugal oder Belgien. Sehr viel weniger allerdings in den Niederlanden und Schweden, Indien oder Finnland.

Zwar müsse die Deutschen damit rechnen, dass das Bargeld teurer wird, also beispielsweise weniger kostenlose Abhebungen möglich sind, aber erledigen wird sich das beliebte Bargeld in Deutschland in absehbarer Zeit nicht, so viel ist sicher.