Festgeldanlage | Festgeldzinsen im Vergleich |


von: admin | Kategorie(n): Allgemein

20. August 2016

Die Zeiten wo für jede noch so kleine Bankangelegenheit ein Gang zur nächsten Zweigstelle unumgänglich war sind nun meistens endgültig passee. Online-Banking und auch Finanz-Apps für Smartphones haben eine neue Epoche eingeläutet. Auch bei ihrer Hausbank wird es Veränderungen geben.

  • Filialen und Hauptsitz werden moderner und zeitgemäss gestaltet werden

Die Commerzbank ist die Bank mit dem größten Filialnetz bundesweit. Im Gegensatz zu anderen Banken sind hier keine Schließungen von Filialen geplant. Bei der Commerzbank ist man zur Überzeugung gelangt, dass man nur besteht und wachsen kann wenn auch ausreichend Filialen für Kundennähe bürgen, so die Aussage von Michael Mandel vom Vorstand der Privatkunden. Geplant ist auf die nächsten 3 – 5 Jahre die Commerzbank zu einer „Multikanal“ – Bank umzufunktionieren. Alle Angebote und Dienstleistungen sollen sowohl am Schalter als auch über Internet verfügbar sein, wobei damit zu rechnen ist, dass das Produktangebot etwas verkleinert wird.

Ein umfangreiches Facelifting sollen etwa 65 bis 100 Filialen bekommen. Heller, freundlicher und auch grösser sollen die Filialen werden, ausgestattet mit der modernsten Technik die zurzeit für Geld zu bekommen ist. In Berlin und Stuttgart gibt es bereits solche Vorzeige-Filialen, Hannover und Bochum so wie Bremen werde als nächste folgen. Andere Filialen werden in einer etwas abgespeckten Version folgen was sich dann City-Filiale 2.0 nennt. Die üblichen Bankgeschäfte können hier erledigt werden, für Beratungen im Finanzwesen muss jedoch eine der grossen Flagship-Filialen angesteuert werden.

Geplant sind ebenso rollende Bankfilialen für etwas weniger dicht besiedelte Gebiete, auch Berater die sich zu den Kunden bemühen sind im Gespräch. Mit einer Sparkassen-App soll auf das veränderte Verhalten der Kunden reagiert werden, es wird erwartet, dass auf ein Besuch in einer Filiale pro Jahr etwa 200 Kontakte über die App stattfinden, so die Meinung von Georg Fahrenschon, seineszeichens Präsident der Sparkassen. Seiner Meinung nach macht es wenig Sinn ganz kleine Filialen mit 1 – 2 Angestellten aufzuwerten sondern kleine Filialen zu größeren Dienstleistungszentren zusammenzulegen.

  • Aufgewendete Zeit für Kundenberatungen werden angepasst

Die Beratung für Kunden soll sich in Zukunft einfacher und mit weniger Aufwand gestalten, besonders berufstätige Leute sollen davon profitieren können.

Die Deutsche Bank bietet bereits Online-Beratungen an, auch eine Beratung über Telefon durch Finanzexperten ist bereits im Angebot, dies betrifft vorwiegend den ehemaligen Osten. Zu diesem Zweck entsteht in Berlin ein Pilotprojekt ein weiteres entsteht in Leipzig, insgesamt sollen es bis zu acht solcher Zentren werden. Von diesen Zentren aus sollen dann etwa 200 ausgewiesene Finanzexperten den Fragen der Kunden Rede und Antwort stehen, erfreulicherweise soll dieser Service auch am Samstag zur Verfügung stehen, was die arbeitende Bevölkerung freuen dürfte.

Die Hypovereinsbank ist da allerdings schon einen Schritt weiter, sie bietet seit dem letzten Jahr bereits eine flächendeckende Videoberatung an. Rund 210 Finanzfachleute bemühen sich von Montag bis Freitag und dies bis 20 Uhr die Fragen der Kunden zu beantworten, Lösungen vorzuschlagen, Angebote zu unterbreiten. Der Samstag wurde allerdings für technische Fragen freigehalten.

Die Bain & Company, eine Unternehmensberatung erachtet es nicht als erfolgversprechend Bankfilialen Samstags zu öffnen, am Samstag geht Familie vor, Einkäufe müssen getätigt werden und vieles mehr, so hat der Durchschnittsdeutsche am Samstag weder Zeit noch Lust sich um seine Bankgeschäfte zu kümmern wenn er dafür eigens aus dem Haus gehen muss. Für eine Beratung per Telefon Chat oder Video ist man eher empfänglich und findet auch eher Zeit dazu.

  • Mit höheren Gebühren ist zu rechnen:

Durch die ganzen Investitionen für eine Umstrukturierung der Banken, den Filialen und die Investitionen in allerneuste Techniken fallen eine Menge an Kosten an die irgendwie wieder kompensiert werden müssen. Der Profit der Banken ist nicht mehr vergleichbar früherer Zeiten, die Niedrigzinspolitik der EZB lässt die Gewinne nochmals einbrechen. Es müssen neue Wege eingeschlagen werden um neue Einnahmequellen zu erschliessen, der Markt wird sichtlich härter es wird um jeden Kunden gebuhlt.

Eine weitere Variante Einnahmen zu generieren besteht darin, die Gebühren bei der Verwaltung von Girokonten zu erhöhen, auch die Kreditkarten werden teurer. Kontoführung und Kreditkarte wird es in Zukunft wohl nicht mehr zum Nulltarif geben, einige Finanzinstitute haben hier bereit die (Finanz)-Schraube angezogen, es ist damit zu rechnen, dass alle anderen nachziehen werden.